Onkologische Nachsorge

Nachsorge bei Krebserkrankungen

Durch die Diagnose “Krebs” werden Menschen aus der Normalität des Alltags herausgerissen. Eine Vielzahl negativer Gedanken und Gefühle stürmen auf sie ein. Die medizinische Behandlung stellt eine weitere physische und psychische Strapaze dar.

In den Anfangsphasen der Erkrankung werden Patienten meist intensiv ärztlich und therapeutisch begleitet. Doch im Anschluss an stationäre Aufenthalte oder Rehalitationsmaßnahmen fallen manche Patienten in ein “Betreuungsloch”. Hier setzen die Leistungen unserer Praxis an. Die Nachsorge bei Krebs stellt eine wichtige fortlaufende Betreuung dar, welche die Lebensqualität steigern und die Folgen der Erkrankung lindern soll.

Im Idealfall wünschen sich krebskranke Patienten Therapie als wohnortnahe Betreuung. An unseren drei Praxisstandorten in und um Dresden bieten wir betroffenen Patienten vielfältige Behandlungsmöglichkeiten durch geschulte Therapeuten (gern auch in Form von Hausbesuchen).

Mögliche Inhalte onkologischer Nachsorge:

    1. Fördern der Beweglichkeit
    2. Erlernen kompensatorischer Handlungen bei motorischen Ausfällen
    3. Wiederherstellung der Körperwahrnehmung (z.B. nach Operationen)
    4. Behandlung von Sensibilitätsstörungen als Nebenwirkung von Chemotherapie
    5. Wiederherstellen von Bewegungsmustern bei neurologischen Ausfällen oder nach chirurgischen Eingriffen
    6. Einüben von Lagewechseln (im Bett oder für den Transfer), auch mit Unterstützung von Angehörigen
    7. Auseinandersetzung mit der Erkrankung unter therapeutischer Anleitung – Entwickeln einer positiven Sichtweise

    1. Einüben alltäglicher Handlungsschritte, wie z.B. Körperhygiene, Ankleiden, Nahrungsaufnahme, Kochen, Telefonieren, Schreiben, Einkaufen …
    2. Hirnleistungstraining bei Gedächtnisproblemen (auch am PC)
    3. Training der visuellen Wahrnehmung ( besonders bei Gehirntumoren)
    4. Eingliedern von Patienten entsprechend ihrer verbliebenen Fähigkeiten in die Arbeitswelt
    5. Wiederentdeckung von individuellen Fähigkeiten und Fertigkeiten, Freude an Hobbies entwickeln
    6. Hilfsmittelberatung
    7. Angehörigenberatung
    8. Beratung zur Integration in das häusliche und soziale Umfeld (in Form eines Hausbesuches), z.B. zur Wohnraumanpassung oder zur Arbeitsplatzgestaltung

    1. Auseinandersetzung mit der Erkrankung unter therapeutischer Anleitung – Entwickeln einer positiven Sichtweise
    2. Aufbau von Selbstwertgefühl
    3. Aktivierung durch Tätigkeiten, die für den Patienten bedeutungsvoll sind (hier kommen u.a. handwerkliche oder kreative Techniken zum Einsatz)
    4. Aktivierung und Stärkung von Selbstheilungskräften, Erfahren von Lebensmotivation
    5. Förderung und Erhalt der sozialen Interaktion
    6. Ziel der Behandlung ist die Erlangung von größtmöglicher Selbständigkeit und Unabhängigkeit eines Menschen.


Diese Form der ergotherapeutischen Betreuung wird auch für betroffene Kinder angeboten. Hier findet eine individuelle Förderung entsprechend dem Entwicklungsstand des Kindes statt. Um mit der Therapie zu beginnen, ist das Ausstellen einer ärztlichen Verordnung erforderlich. Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt darüber.
Sollten Sie spezielle Fragen nach Therapie-Inhalten oder -Methoden bewegen, nutzen Sie bitte unser Kontaktformular oder sehen Sie in unsere  Broschüre Onkologie.