Hochtontherapie

Ergotherapeutin bei der Hochtontherapie an Handgelenk mit Klientin

Beispielhafte Anwendung an Handwurzelknochen

Hochtontherapie - Was ist das?

In unserer Ergotherapie-Praxis in Dresden wird Hochtontherapie gezielt therapieergänzend eingesetzt.

Es kommen moderne HiTop-Hochtontherapiegeräte zum Einsatz. 

Diese therapeutische Anwendung ist ein Behandlungsverfahren aus dem Bereich der Elektrotherapie (auch Reizstromtherapie genannt). Hochfrequente elektrische Impulse wirken stimulierend auf Körperzellen.
Es kommen medizinische Geräte zum Einsatz, die mit Amplitudenmodulation arbeiten. In der Ergotherapie Meyer wird das Gerät HiTop® 1touch eingesetzt (HiTop® steht abkürzend für die englische Bezeichnung „High Tone Power Therapy“. Die Hochtontherapie (auch hochfrequente Muskelstimulation genannt) wurde von dem deutschen Neurologen und Psychiater Hans-Ulrich May patentiert.

Bei der Hochton-Therapie werden Amplitude (Stromintensität) und Frequenz gleichzeitig moduliert. Es ist daher eine simultane Frequenz- und Amplitudenmodulation (SimulFAM®i). Der Buchstabe i steht dabei für die Intensität der eingekoppelten Leistung, die sich mit steigender Frequenz erhöht. Man arbeitet bei dem Hochton-Therapiegerät HiToP® im Frequenzbereich zwischen 4.096 und 32.768 Hertz.

Wie wirkt Hochtontherapie?

Das elektrische Wechselfeld mit den Hochton-Frequenzen zwischen 4.096 und 32.768 Hertz durchläuft den menschlichen Körper und versetzt alle geladenen Teilchen in Schwingungen. Die Frequenzen dieser zugeführten Schwingungen erzeugen Resonanzen in den Molekülen und Zellstrukturen.

Unterschiedliche Frequenzen regen Strukturen unterschiedlicher Größe an. Es kommt im Gewebe zu Schwingungen, die viele Effekte nach sich ziehen. Hochtontherapie bewegt Wassermoleküle und die im Wasser gelösten kleinsten Teilchen sehr schnell hin und her. Damit werden Nährstoffe und Mineralien sowie entzündungserzeugende und schmerzerzeugende Stoffe schneller im Körper verteilt. Die einzelnen Zellen werden zu vermehrtem Stoffwechsel angeregt. Schlackestoffe werden ausgespült, die „Entgiftung“ wird beschleunigt und die durchfluteten Gewebe werden intensiver durchblutet.

Die primäre Wirkung von HiToP®Hochtontherapie besteht somit in der Einschleusung von Energie bzw. Leistung in den menschlichen Körper, um Zellen zu aktivieren. Eine Vergrößerung und Vermehrung der Zahl der Mitochondrien, der „Energiekraftwerke“ unserer Zellen ist die Folge.

Durch HiToP®-Geräte können schmerzlindernde Mechanismen angeboten werden:

  1. Werden schmerzauslösende Stoff im Körper verteilt und verdünnt, lassen sich Schmerzen lindern, die durch diese Stoffe verursacht werden. Daher kann man bspw. die Hochtontherapie bei Nervenschmerzen anwenden.
  2. Mit den Geräten lassen sich TENS-Wirkungen (Transkutane elektrische Nervenstimulation) erzeugen.
  3. Nerven, die die Schmerzinformation weiterleiten, lassen sich durch das Unterprogramm „Schmerz“ beeinflussen. Es handelt sich um eine scheinbare Blockierung, die durch Frequenzüberlagerung erzeugt wird.
  4. Durch direkte Einflussnahme auf Lymphgefäße kann man abschwellende Effekte erzielen. Die Reduzierung von Schwellungen kann ebenfalls Schmerzen lindern. Dieser Mechanismus wird oft bei Sportverletzungen oder nach Stürzen eingesetzt.

Therapeutin bedient Hochtontherapiegerät und zeigt darauf

Ergotherapeutin bedient Hochtontherapiegerät und schaut Patientin an, die an Handwurzel behandelt wird

Muskelkontraktion durch Hochtontherapie

Mit den Geräten lassen sich Muskeln zur Kontraktion bringen. Das kann eine entspannende und beruhigende Wirkung auf Klienten haben, kann aber auch zum gezielten Training eingesetzt werden.

Die Reizwirkungen können sogar über die Fingerspitzen des Therapeuten auf den Klienten übertragen werden.

Die Wirkung kann man in ausgewählten Körperregionen oder im ganzen Körper erzeugen. Dann sprechen wir von Ganzkörperbehandlung.

Warum heißt es Hochton-Therapie?

Würde man einen Hochton-Lautsprecher an das HiToP®-Gerät anschließen, könnte man die ausgelösten Schwingungen als hohe bis sehr hohe Töne hören. Die höchsten Töne liegen bereits im Ultraschallbereich und könnten von einigen Tieren wie Delphinen und Fledermäuse wahrgenommen werden.

Nebenwirkungen

Der Wissenschaft sind aktuell keine Nebenwirkungen bekannt. Die Therapie ist nicht belastend und wird von Klienten mit einem gesteigerten Vitalitätsgefühl am Ende der Therapiesitzung beschrieben. Manchmal führt die Stoffwechselanregung zu erhöhter Urinproduktion. 

Gegenanzeigen

In diesen Fällen wird keine Hochtontherapie eingesetzt:

  • Infektionskrankheiten (insbesondere in Verbindung mit Fieber)
  • Schwangerschaft und Stillzeit
  • Herzschrittmacher

Keine Bedenken bestehen bei Patienten mit Krampfadern (Varikosis) oder Metallimplantaten (Endoprothesen).

Wie erhalte ich Hochton-Therapie in Dresden?
Wenn Sie sich für Hochtontherapie interessieren, sprechen Sie uns an! In Dresden sind wir einer der ersten Hochtontherapie-Anbieter, mit speziell geschultem Personal.
Hochtontherapie als Einzelmaßnahme ist für Versicherte der privaten Krankenversicherung und der Beihilfe erstattungsfähig.