Wie erfolgt die Verordnung von Ergotherapie?

Der behandelnde Hausarzt oder Facharzt des Patienten, z.B. Kinderarzt oder Neurologe erhebt eine ärztliche Diagnose.
Ihre Krankheit wird einer von 16 Diagnosegruppen zugeordnet. Jede Gruppe hat eine individuell vorgeschriebene Gesamtverordnungsmenge. Ihr behandelnder Arzt stellt dementsprechend im Regelfall eine Erstverordnung und Folgeverordnungen aus, bis die Gesamtverordnungsmenge erreicht ist.
Pro Rezept können im Regelfall maximal 10 Behandlungseinheiten verordnet werden.

Beispiel:
Einem Patienten mit einem Schlaganfall stehen 40 Therapieeinheiten gemäß Diagnosegruppe zur Verfügung. Nach Abschluss der 40. Einheit ist die Behandlung im Regelfall zu Ende.

Ist ein Regelfall zu Ende, muss eine Therapieunterbrechnung von mindestens 12 Wochen stattfinden, bevor ein neuer Regelfall bei gleicher Krankheit entsteht.

Es sind aber auch längerfristige Verordnungen außerhalb des Regelfalles möglich.

Sollte Ihr Arzt eine kontinuierliche Weiterbehandlung über die Gesamtverordnungsmenge hinaus befürworten, z.B. bei chronischen Krankheiten, Entwicklungsstörungen und ähnlichem, kann er auch außerhalb des Regelfalles weitere Rezepte verordnen.
Diese Rezepte müssen vom Arzt begründet und den Krankenkassen zur Genehmigung vorgelegt werden.

Sprechen Sie in diesem Fall Ihren behandelnden Arzt und unsere Praxis an.